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music information center austria 18.03.2011 |
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... Wenn schon jemand wie Otto Lechner, seines Zeichens einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der heimischen Weltmusikszene, meint, es handle sich hier um "einen der derzeit interessantesten Komponisten für Akkordeon-Musik", dann bedeutet das schon etwas. Die Ehre, von Otto Lechner quasi den Ritterschlag erhalten zu haben, kommt dem Salzburger Akkordeonisten Johannes Steiner zuteil. Auch ein anderer Großer der internationalen Weltmusikszene, der Niederländer Servais Haanen, zeigt sich von Steiners Spiel sehr angetan: „Wahnsinn, das ist fern von allem, was ich jemals auf der diatonischen Harmonika gehört habe.“ Beurteilungen, die dem Salzburger Musiker mehr als nur gerecht werden.
Musikalisch fühlt sich der ungemein experimentierfreudige Johannes
Steiner, wie man auch an seinem Projekt Die Resonanz (die CD „Chamagula
si a na“ erscheint dieser Tage) erkennen kann, in unterschiedlichsten
Genres beheimatet. Als eine Art musikalischer Querdenker und Freigeist
versucht der für sein hochindividuelles Spiel bekannte und allerorts
geschätzte Akkordeonist stets, neue Pfade abseits herkömmlicher
Konventionen zu beschreiten. Vor allem beeindruckt die Leichtigkeit, mit
welcher der Salzburger vermeintlich Gegensätzliches wie etwa Jazz,
Weltmusik, Improvisation und Avantgarde in einer einheitlichen
Klangsprache zu vereinen versteht. Wiewohl seine Kompositionen eher
rhythmisch komplexer Natur sind, wirken diese dennoch gefällig und
niemals allzu kopflastig. Johannes Steiner im Porgy & Bess
musikalisch zur Seite steht an diesem Abend der Saxophonist und
Klarinettist Erwin Hörl, der sich wie der Akkordeonist in der Rolle des
Grenzgängers sieht. Gemeinsam begeben sich die beiden Musiker auf eine
musikalische Entdeckungsreise, deren Ziel sich erst am Ende offenbart.
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